Wie Zähne unser Leben beeinflussen

Wie wichtig sind Zähne für das eigene Selbstvertrauen?

Wer kennt es nicht? Da schlägt man eine Zeitung auf und schon lächelt einem ein Prominenter mit perfekten Zähnen zu und auf dem roten Teppich sieht man, wie die Stars ihre strahlend weißen Zähne zeigen. Da stellt man sich die Frage: Sind perfekte Zähne wirklich so wichtig und ist dies das neue Schönheitsideal?

Zähne und Selbstvertrauen

Sicher, mit schönen Zähnen fühlen wir uns automatisch attraktiver, lassen uns gerne fotografieren und wirken insgesamt selbstbewusster. Aber auch mit schiefen oder nicht weißen Zähnen, können wir eine gute Portion Selbstbewusstsein haben. In der Realität aber, lässt sich oft bemerken, dass Menschen, die ihre eigenen Zähne als nicht schön ansehen, weitaus weniger lächeln und sich unsicherer fühlen.

Wer jedoch häufiger lächelt, wird automatisch als sympathischer wahrgenommen und hat mehr Erfolgsaussichten im Berufs- und Privatleben. Mit schiefen oder verfärbten Zähnen ist die Hemmschwelle weitaus größer. Leider wirken wir so weniger sympathisch, oft sogar arrogant oder oberflächlich und tun uns im Leben oft etwas schwerer.

Solche Rückschläge sind für das Selbstbewusstsein natürlich nicht sehr förderlich, dabei kann es auch an anderen Gründen liegen – wenn man beispielsweise den Job nicht erhält, oder die Verabredung nicht so gut verlaufen ist, wie geplant.

Ob Überbiss, zu große Zähne oder eine Zahnlücke, es gibt sehr viele Gründe, warum wir uns unwohl mit unseren Zähnen fühlen könnten. Da eine Fehlstellung oft schon in der Kindheit vorliegt, kann es auch zu Mobbing durch andere Kinder kommen. So wird das Selbstbewusstsein natürlich noch mehr verringert und man selbst erhält den Eindruck, dass die Zähne für alles Negative verantwortlich sind.
Dadurch schämt man sich immer mehr für seine Zähne und vermeidet beispielsweise zu lächeln oder fotografiert zu werden. Manchmal versucht man auch, so wenig wie möglich mit anderen zu sprechen und meidet soziale Kontakte. All diese Dinge, sorgen für zusätzliche soziale Isolation, was Depressionen fördert und zu einem geringerem Selbstwert führt.

Zähne und Gesundheit

Natürlich stehen schöne Zähne auch für Gesundheit. So mag sich manch einer dafür schämen, wenn die Zähne schief sind, weil der Gegenüber denken könnten, man hätte sich nicht genug darum gekümmert. Dabei sind die Gründe für schiefe oder verfärbte Zähne nicht automatisch fehlende Pflege. Vielleicht hat ein kommender Weisheitszahn das Gebiss verschoben oder ein bestimmter Zahn ist einfach schief gewachsen. Hinzu kommt, dass so gut wie jeder Lebensmittel, wie Tee oder Kaffee konsumiert, was anschließend zu Verfärbungen führen kann. Hierdurch kann ein Schamgefühl entstehen und sich somit das Selbstwertgefühl mindern.

Auch durch den Einsatz von Prothesen, können wir uns in gewissen Situationen gehemmter fühlen als sonst. Wer so einen Zahnersatz tragen muss, muss speziell bei Lebensmitteln aufpassen, welche er zu sich nimmt. Äpfel & Co können hier schnell zu einer Herausforderung werden und so das Leben negativ beeinflussen.

Liegt es in unserer Hand?

Manches liegt außerhalb unserer Kontrolle, doch die Pflege der Zähne liegt allein in unserer Hand. Doch kommt es nicht selten vor, dass der Mensch irgendwann in seinem Leben eine Phase durchläuft, in der er die Zahnpflege vernachlässigt. Zu dieser Zeit ist eben anderes wichtiger, doch leider hat dies direkte Auswirkungen auf die Zähne. Ändern lässt sich die Situation im Nachhinein nur noch schwer.

Auch wenn man solch eine Phase nicht durchlebt hat, kann es sein, dass man seinen Zähnen nicht die Pflege zukommen lassen kann, die sie gebraucht hätten. Es gibt viele Personen, die zu große Angst vor dem Zahnarzt haben oder denen das nötige Kleingeld für eine Zahnspange fehlte. Hier können nicht perfekt aussehende Zähne, einen täglich an genau diese Zeit erinnern, welche man eventuell mit einer negativen Zeit verbindest. Das Thema Zähne kann somit schnell zum Leidensweg werden.

Auch die Gesellschaft trägt ihren Teil dazu bei, denn im Laufe der letzten Jahre wurden Zähne zu einem immer wichtigeren Schönheitsaspekt. Viele Prominente haben sich ihre Zähne rundum erneuern lassen und schöne, weiße Zähne wurden zu einem Sinnbild für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden. Wer hier also nicht mithalten kann, dessen Selbstbewusstsein kann schnell Schaden nehmen.

Was kann ich dagegen tun?

Wenn das tägliche Leben unter schiefen oder verfärbten Zähnen leidet, gibt es ein paar Dinge, die man tun kann. Zum einen kann man natürlich direkt beim Zahnarzt viele verschiedene Methoden und verschönernde Maßnahmen durchführen lassen. Dazu zählt auch eine Zahnspange, auch wenn dies als Erwachsener eher eine Gewöhnungssache ist.

Wenn die Zähne verfärbt sind, kann man hier teilweise auf spezielle Zahncremes zurückgreifen. Auch eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt ist sinnvoll, da so nicht nur Verfärbungen entfernt werden, sondern die Zähne auch in den Zwischenräumen gründlich gereinigt werden. Eine weitere Methode ist das Bleaching, wodurch die Zähne innerhalb weniger Stunden aufgehellt werden. Hier ist es sinnvoll, vorher Rücksprache mit seiner Krankenkasse zu halten, üblicherweise müssen solche Kosten selbst getragen werden – diese sind jedoch, je nach Technik, noch überschaubar.

Was aber können wir tun, wenn sich etwas nicht so schnell korrigieren lässt? Man kann den vermeintlichen Makel auch als einen Teil von sich akzeptieren, der einen zu etwas Besonderem macht. Es gibt etliche Berühmtheiten, wie Elton John oder Prinz Harry, die offen zu ihrer Zahnlücke stehen und diese zeigen. Das Model Georgia May Jagger, Tochter von Mick Jagger, hat ihre Zahnlücke sogar zu ihrem Markenzeichen gemacht. Das Selbstbewusstsein hängt somit nicht allein nur von den Zähnen ab.

Die Kieferorthopädie als effektives Instrument zur Prävention und Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen

Die Kieferorthopädie ist ein interdisziplinäres zahnmedizinisches Fachgebiet, das primär auf die Verhütung und Behandlung von Zahn- und Kieferfehstellungen fokussiert ist. Durch spezifische Behandlungsmaßnahmen werden zuverlässig Fehlstellungen ausgeglichen, die unbehandelt langfristig die Atem-, Kau- und Beißtätigkeit des Patienten negativ beeinflussen würden. Ein zahnmedizinisch falscher Biss stört die Funktionalität von Mund und Zähnen und kann die Entstehung unterschiedlicher Krankheitsbilder begünstigen. Als Instrumente zur Zahnregulierung dienen herausnehmbare und festsitzende kieferorthopädische Geräte. Innovative Technologien garantieren grundsätzlich ästhetische Behandlungsergebnisse.


Weiterführende Links zum Thema Kieferorthopädie Berlin


Kieferorthopädische Eingriffe werden sowohl im bleibenden Gebiss als auch im Wechsel- bzw. Milchgebiss durchgeführt. Anwendungen im Wechselgebiss werden als Frühbehandlungen klassifiziert. Kinder ab einem Alter von 4 Jahren erhalten Frühbehandlungen, sofern definierte Zahn- oder Kieferfehlstellungen diagnostiziert sind, die maßgeblich Wachstum oder Entwicklung von Zähnen, Zahnhalteapparat oder Kiefer beeinträchtigen. Neugeborene mit Lippen-Gaumen-Kieferspalte werden zeitnah einer fachübergreifenden kieferorthopädischen Behandlung unterzogen, um die Missbildung umgehend zu behandeln.

Seit Anfang der 1970er Jahre zählen kieferorthopädische Behandlungen zum Leistungskatalog der vertragszahnärztlichen Versorgung. Gesetzlich versicherte Krankenkassenmitglieder haben bei spezifischer Indikation prinzipiell ein Anrecht auf eine kieferorthopädische Therapie bzw. Versorgung zulasten der jeweiligen Krankenkasse. Seit dem Jahre 2003 erfolgt eine Einstufung des individuellen Krankheitsbildes anhand spezieller kieferorthopädischer Indikationsgruppen. Versicherte, die älter als 18 Jahre sind, besitzen keinen Anspruch auf eine derartige Kostenübernahme der kieferorthopädische Behandlung durch die GKV. Volljährige Patienten müssen die Kosten für ihre kieferorthopädische Versorgung eigenständig zahlen. Diesbezügliche Ausnahmen bilden Patienten, die schwere Kieferanomalien aufweisen, die zwingend den Bedarf nach einer kombinierten kieferchirurgischen und kieferorthopädischen Behandlung auslösen.

Zahnschienen für einwandfreie Funktionalität und Ästhetik

In der Kieferorthopädie finden unterschiedliche Typen von Zahnschienen Anwendung. So existieren Modelle zur Behandlung von CMD, Zähneknirschen und Bruxismus (Zähne knirschen und Zähne pressen). Im Idealfall erzielt die Therapie zudem eine Harmonisierung von Zähnen und Kiefergelenk. Die Kieferorthopäden fertigen sämtliche Zahnschienen auf Basis des jeweiligen individuellen Patientengebisses an. Eine umfassende Voruntersuchung des Mundraumes bildet die Grundvoraussetzung für eine optimal zugeschnittene Therapie mit einer Zahnschiene. Ergänzend wird auf dem Markt mit der nahezu unsichtbaren Methode „Aligner Invisalign®“ eine Zahnschiene angeboten, die schiefe Zähne sanft in eine harmonische Position rückt.

Zahnschienen kommen in der Kieferorthopädie in erster Line als Okklusionsschienen zum Einsatz. Die individuell angefertigten Apparaturen sollen den Kontakt zwischen den Zähnen des Ober- und Unterkiefers verhindern. Die Schienen sorgen dafür, dass die einzelnen Zähne wie Zahnräder ineinander greifen (Okklusion), anstatt sich gegenseitig zu behindern. Zähne des Unter- und Oberkiefers, die nicht zueinander passen, werden durch den funktionalen Aufbissbehelf passend. Ist die Okklusion gestört, entstehen Fehlbelastungen der Zähne, die mit fortschreitender Manifestation in ein Abschleifen der Zähne münden. Diese Entwicklung schädigt dauerhaft Zähne und Zahnhalteapparat. Zusätzlich verhindert die individuelle Schienentherapie Verspannungen der Kau- und Gesichtsmuskulatur, die die klinischen Merkmale einer „kraniomandibulären Dysfunktion“ (CMD) hervorrufen können. Eine erfolgreiche Schienentherapie heilt deshalb Sekundärbeschwerden einer CMD. Kiefergelenkbeschwerden, Migräne-Attacken, Tinnitus sowie Kopf- bzw. Gesichtsschmerzen klingen in der Folge bei den Patienten ab. Eine Okklusionsschiene muss zwingend einen passgenauen und spannungsfreien Sitz aufweisen.

Zur Behandlung von Zähneknirschen wird eine Tiefziehschiene eingesetzt. Derartige Zahnschienen haben kein therapeutisches Ziel, sondern fungieren ausschließlich als Schutz von Zähnen und Zahnfleisch.

Invisalign® ist eine Zahnschiene, die schonend Zahnfehlstellungen korrigiert. Bei ausgeprägten Fehlbissen und Kiefergelenksproblemen sind die Zahnschienen unwirksam. Wegen ihrer unauffälligen, transparenten Optik ist das Modell mit einem hohen Ästhetik-Faktor verknüpft. Da die Zahnschiene aus Kunststoff gefertigt ist, verursacht das Tragen keine Verletzungen im Mundraum und wirkt sich nicht negativ auf die Sprachfähigkeit aus. Ein hoher Tragekomfort zeichnet die Zahnschienen aus. Kieferorthopäden oder Zahnärzte, die die Modelle anbieten, erhalten von der Herstellerfirma eine spezielle Ausbildung. Dieses Vorgehen garantiert eine fachgerechte Behandlung und umfasst regelmäßige Kontrolltermine bei dem ausführenden Zahnmediziner.

Gewerbliche Anbieter werben mit gefährlichen Konzepten und deutsche Kieferorthopäden geraten unter Legitimationsdruck

Zahlreiche gewerbliche Anbieter kopieren das mittlerweile ausgelaufene Patent der ursprünglichen Herstellerfirma „Align Technology“ und bieten über Start-Ups kostengünstige Kunststoffzahnschienen ohne Arztbesuch an. Für die Herstellung der Zahnschiene sendet der Patient dem Unternehmen Fotos seiner Zähne, einen Fragebogen und einen Zahnabruck zu, den er eigenständig zu Hause anfertigt. Der 3D-Abdruck wird im Nachgang simuliert und der Verbraucher erhält nach der Produktion seine Zahnschiene. Termine bei kooperierenden Zahnmedizinern umfasst das Konzept nicht. Das in Berlin ansässige Unternehmen „SunshineSmile“ wirbt mit einem derartigen Geschäftsmodell. In Berlin unterhält das Start-Up eine Zahnarztpraxis, die Patienten zur Behandlung aufsuchen können. Für Kunden, die außerhalb von Berlin leben, existiert dieses Angebot nicht.

Zahnmediziner warnen eindringlich davor derartige Konzepte in Anspruch zu nehmen, da sie ein hohes Risiko für die individuelle Zahn- und Mundgesundheit darstellen. Laut Aussagen der Bundeszahnärztekammer birgt das Geschäftsmodell ein signifikantes Risiko für Behandlungsfehler, die zu schwerwiegenden Entzündungen des Zahnhalteapparates und zu Zahnverlust führen können.

Laut Experten gerät die deutsche Kieferorthopädie derzeit massiv unter Legitimationsdruck. Zahlreiche Forschungsergebnisse stellen die Präventionshypothesen der Kieferorthopädie in Frage. So belegen Untersuchungen nicht ausreichend die wissenschaftliche Evidenz der Theorien. Einzelne Behandlungsmethoden stehen im direkten Widerspruch zu internationalen Standards. Gleiches gilt für die verhältnismäßige lange Behandlungsdauer. Insider werfen Zahnmedizinern die überdurchschnittliche Durchführung wissenschaftlich umstrittener Frühbehandlungen vor. Zusätzlich bieten die Kieferorthopäden außervertragliche Zusatzleistungen an, die mit keinem zahnmedizinischen Nutzen verbunden sind. Profitgier treibe die Kieferorthopäden zu diesem Vorgehen, so Branchenkenner.

Kieferorthopädie in Berlin

Berlin besitzt mit aktuell 3500 praktizierenden Zahnmedizinern eine überdurchschnittlich dichte zahnärztliche Versorgung. Im Stadtgebiet existieren rund 26000 Zahnarztpraxen, die die gesetzlich Versicherten Berliner mitsamt ihren mitversicherten Familienmitgliedern betreuen und behandeln. Der zahnärztliche Bedarfsplan belegt eine einhundertprozentige Versorgung der Bevölkerung. Laut Statistiken entfallen auf einen Zahnarzt 1280 Einwohner. Der kieferorthopädische Bedarfsplan dokumentiert ebenfalls eine Vollversorgung der Berliner Einwohner. 240 Praxen mit Schwerpunkt der Kieferorthopädie sind in der Bundeshauptstadt registriert. Pro zugelassenen Kieferorthopäden gibt es im Stadtgebiet 4000 Einwohner. Im Schnitt bearbeiten die Berliner Zahnmediziner etwa 3,7 Millionen Behandlungsfälle pro Jahr.

Das kieferorthopädische Angebot in Berlin ist aufgrund dessen als hochkonzentriert einzustufen.