Zahnärztliche Maßnahmen zur Realisierung eines gesunden Lächelns

Wenn man unter nicht perfekten Zähnen leidet und das vielleicht sogar schon seit Jahren, so wünscht man sich oft nichts Sehnlicheres als eine Korrektur dieses Umstandes. Man wünscht sich ein schönes und gesundes Lächeln. Und genau dabei kann ein Zahnarzt unterstützen.

Warum eine Korrektur?

Die Gründe, warum man seine Zähne korrigieren lassen möchte, können recht vielfältig sein.
Angefangen von nicht weißen Zähnen, bis hin zu einer Fehlstellung genau dieser. Auch als Folge eines Unfalls oder ähnlichen Gegebenheiten, kann sich eine Fehlstellung der Zähne und des Kiefers, zeigen. Für viele ist es auch schlicht und einfach die Angst vor dem Zahnarzt, die einen Gang zum Arzt jahrelang unmöglich gemacht haben.

Durch alle diese Umstände, kann, gerade im jungen Alter, dies zu einer richtigen Belastung werden und teilweise sogar in Mobbing enden. Ein geringes Selbstwertgefühl kann unter anderem auch zu Depressionen führen. Wenn das geringe Selbstbewusstsein also daher rührt, dass man mit seinen Zähnen zu kämpfen hast, so ist ein Gang zum Zahnarzt eine Möglichkeit, dem entgegen zu wirken.

Was ist vorab zu beachten?

Wichtig ist in jedem Fall, dass man sich an den Zahnarzt seines Vertrauens wendet. Besonders für Angstpatienten, ist eine vertraute Person bzw. ein Zahnarzt das A&O. Mit etwas Glück hat man durch regelmäßige Besuche bereits ein gutes Verhältnis zu diesem aufgebaut und die Terminvereinbarung fällt einem ganz leicht.
Wer hier auf einen neuen Zahnarzt zurückgreifen möchte, der fragt am besten in der Familie oder im näheren Umfeld nach Empfehlungen und Tipps. In vielen Städten gibt es auch Zahnkliniken, die auf bestimmte Korrekturen spezialisiert sind und sich besonders für Angstpatienten einsetzen.

Ebenfalls wichtig ist, dass man sich vorab gut informiert. Je nach Korrektur kann man Informationen über mögliche Risiken und über den Ablauf der Prozedur einholen. Dabei kannst man direkt den Zahnarzt fragen oder anderweitig recherchieren.
Auch der finanzielle Aspekt sollte berücksichtig werden. Manche Krankenkassen bieten Zuschüsse an, doch dies ist nicht immer gewährleistet. Wenn die Maßnahme eine höhere finanzielle Belastung für einen darstellt, kann man seinen Zahnarzt jederzeit auf eine Ratenzahlung ansprechen. All dies sollte vorab geklärt werden.

Eine selbstständige Behandlung Zuhause sollte jedoch möglichst vermieden werden. Es gibt mittlerweile zwar viele Angebote für Zuhause, wie durchsichtige Schienen zur Korrektur oder Zahnaufhellungen, doch dabei fehlt die direkte Beratung. So kann nicht nur in der Anwendung etwas schief gehen, auch sind die Zähne individuell. Ohne eine professionelle Beratung kann man im schlimmsten Fall mehr Schaden anrichten, als zuvor gedacht.

Prophylaxe

Was genau können wir für ein schönes Lächeln tun? Die wohl wichtigste Maßnahme ist die Prophylaxe, also die Vorbeugung. Dazu zählt in erster Linie das richtige Zähneputzen. Der Zahnarzt kann helfen, die richtige Zahnbürste und Zahnpaste für die Zähne zu finden.
Auch die Verwendung von Zahnseide oder einer Mundspülung kann unterstützend hilfreich sein.

Eine weitere wichtige Maßnahme zur Vorsorge, sind die regelmäßigen Termine bei seinem Zahnarzt. Bei regelmäßigen Zahnarztbesuchen beteiligt sich die Krankenkasse an vielen Kosten – eine Kontrolle alle 6 Monate ist daher empfehlenswert. Zudem ist es sinnvoll, dass man 1-2 Mal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen lässt. Dabei werden oberflächliche Verfärbungen entfernt, ebenso wie Zahnstein. Die Zahnreinigung dauert meist eine halbe Stunde und bietet den Vorteil, dass sich nicht so schnell neue Ablagerungen bilden.
Ob Kosten der Reinigung übernommen werden, ist von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich und sollte vorab geklärt werden.

Zahnersatz

Doch was tun, wenn doch mal ein Zahn ausfällt beziehungsweise ersetzt werden muss?
Natürlich wollen wir dann, dass der Zahnersatz so natürlich wie möglich aussieht und selbstverständlich muss er auch fest im Mundraum sitzen und einiges aushalten.
Hier fragt man am besten den Zahnarzt, welche Möglichkeiten es gibt. Dieser wird über die verschiedenen Materialien und Verfahren aufklären. Teilweise gibt es auch die Möglichkeit den Ersatz sofort in der Praxis herzustellen und somit alles innerhalb eines Termins zu erledigen.

Veneers

Für ein schönes Lächeln gibt auch es die Möglichkeit der Verwendung von einer Verblendschale, Veneer genannt. Diese Keramikschale wird dem Zahn individuell angepasst und mit einem Spezialkleber auf die Zahnoberfläche geklebt. In der Regel sind diese gut verträglich und haften über einen langen Zeitraum. So werden oberflächliche Verfärbungen, Zahnlücken oder leichtere Fehlstellungen kaschiert.

Es gibt hierbei jedoch zwei Optionen. Bei der ursprünglichen Methode werden die entsprechenden Zähne abgeschliffen und die Veneers daraufgesetzt. Bei den Non-Prep-Veneers müssen die Zähne nicht abgeschliffen werden. Diese Methode ist in der Regel schmerzfreier und somit auch für Angstpatienten geeignet. Die Verwendung eines Bohrers fällt hier weg.

Beachtet werden muss jedoch, dass Veneers nicht rückgängig gemacht werden können. Hier gilt es vorab ein Gespräch mit seinem Zahnarzt aufzusuchen und überall die beste Option zu sprechen.

Bleaching

Wenn die Kosten oder Risiken für Veneers zu hoch sind oder es nur um eine Zahnaufhellung geht, so kann man beim Zahnarzt seine Zähne bleachen.

Obwohl eine Zahnaufhellung oft aus kosmetischen Gründen erfolgt, kann sie auch medizinisch notwendig sein. Dabei ist auch oft ein geringes Selbstwertgefühl aufgrund der Zahnverfärbungen ausschlaggebend. Wenn man sich für ein Bleaching entscheidet, prüft der Zahnarzt zuerst ob Zahn- oder Zahnfleischschäden vorliegen.
Ist dies nicht der Fall, so informiert er genau über das Verfahren und mögliche Risiken. So kann es sein, dass es bei einem Zahnersatz zu einer Farbabweichung kommt. Es ist auch möglich, dass die Behandlung mehrfach wiederholt werden muss, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.
Anschließend hat man zwei Optionen. Entweder man erhält vom Zahnarzt eine Schiene, die individuell angefertigt wurde und mit einem Aufhellungsgel gefüllt ist. Diese Schiene kann dann einfach zu Hause eingesetzt und beispielsweise an einem Wochenende verwendet werden. Alternativ kann der Zahnarzt das Aufhellungsgel auch direkt auf die Zähne auftragen. Teilweise wird hier auch kurzwellig Licht eingesetzt. Ein Bleaching hält in der Regel 3 bis 5 Jahre, ist jedoch von Person zu Person individuell. Bei einer Zahnaufhellung ist auf jeden Fall zu beachten, dass es von einem Zahnarzt durchgeführt werden sollte. Nur dieser kann ausführlich beraten und im Vorfeld die Zähne auf mögliche Schädigungen untersuchen.

Wie Zähne unser Leben beeinflussen

Wie wichtig sind Zähne für das eigene Selbstvertrauen?

Wer kennt es nicht? Da schlägt man eine Zeitung auf und schon lächelt einem ein Prominenter mit perfekten Zähnen zu und auf dem roten Teppich sieht man, wie die Stars ihre strahlend weißen Zähne zeigen. Da stellt man sich die Frage: Sind perfekte Zähne wirklich so wichtig und ist dies das neue Schönheitsideal?

Zähne und Selbstvertrauen

Sicher, mit schönen Zähnen fühlen wir uns automatisch attraktiver, lassen uns gerne fotografieren und wirken insgesamt selbstbewusster. Aber auch mit schiefen oder nicht weißen Zähnen, können wir eine gute Portion Selbstbewusstsein haben. In der Realität aber, lässt sich oft bemerken, dass Menschen, die ihre eigenen Zähne als nicht schön ansehen, weitaus weniger lächeln und sich unsicherer fühlen.

Wer jedoch häufiger lächelt, wird automatisch als sympathischer wahrgenommen und hat mehr Erfolgsaussichten im Berufs- und Privatleben. Mit schiefen oder verfärbten Zähnen ist die Hemmschwelle weitaus größer. Leider wirken wir so weniger sympathisch, oft sogar arrogant oder oberflächlich und tun uns im Leben oft etwas schwerer.

Solche Rückschläge sind für das Selbstbewusstsein natürlich nicht sehr förderlich, dabei kann es auch an anderen Gründen liegen – wenn man beispielsweise den Job nicht erhält, oder die Verabredung nicht so gut verlaufen ist, wie geplant.

Ob Überbiss, zu große Zähne oder eine Zahnlücke, es gibt sehr viele Gründe, warum wir uns unwohl mit unseren Zähnen fühlen könnten. Da eine Fehlstellung oft schon in der Kindheit vorliegt, kann es auch zu Mobbing durch andere Kinder kommen. So wird das Selbstbewusstsein natürlich noch mehr verringert und man selbst erhält den Eindruck, dass die Zähne für alles Negative verantwortlich sind.
Dadurch schämt man sich immer mehr für seine Zähne und vermeidet beispielsweise zu lächeln oder fotografiert zu werden. Manchmal versucht man auch, so wenig wie möglich mit anderen zu sprechen und meidet soziale Kontakte. All diese Dinge, sorgen für zusätzliche soziale Isolation, was Depressionen fördert und zu einem geringerem Selbstwert führt.

Zähne und Gesundheit

Natürlich stehen schöne Zähne auch für Gesundheit. So mag sich manch einer dafür schämen, wenn die Zähne schief sind, weil der Gegenüber denken könnten, man hätte sich nicht genug darum gekümmert. Dabei sind die Gründe für schiefe oder verfärbte Zähne nicht automatisch fehlende Pflege. Vielleicht hat ein kommender Weisheitszahn das Gebiss verschoben oder ein bestimmter Zahn ist einfach schief gewachsen. Hinzu kommt, dass so gut wie jeder Lebensmittel, wie Tee oder Kaffee konsumiert, was anschließend zu Verfärbungen führen kann. Hierdurch kann ein Schamgefühl entstehen und sich somit das Selbstwertgefühl mindern.

Auch durch den Einsatz von Prothesen, können wir uns in gewissen Situationen gehemmter fühlen als sonst. Wer so einen Zahnersatz tragen muss, muss speziell bei Lebensmitteln aufpassen, welche er zu sich nimmt. Äpfel & Co können hier schnell zu einer Herausforderung werden und so das Leben negativ beeinflussen.

Liegt es in unserer Hand?

Manches liegt außerhalb unserer Kontrolle, doch die Pflege der Zähne liegt allein in unserer Hand. Doch kommt es nicht selten vor, dass der Mensch irgendwann in seinem Leben eine Phase durchläuft, in der er die Zahnpflege vernachlässigt. Zu dieser Zeit ist eben anderes wichtiger, doch leider hat dies direkte Auswirkungen auf die Zähne. Ändern lässt sich die Situation im Nachhinein nur noch schwer.

Auch wenn man solch eine Phase nicht durchlebt hat, kann es sein, dass man seinen Zähnen nicht die Pflege zukommen lassen kann, die sie gebraucht hätten. Es gibt viele Personen, die zu große Angst vor dem Zahnarzt haben oder denen das nötige Kleingeld für eine Zahnspange fehlte. Hier können nicht perfekt aussehende Zähne, einen täglich an genau diese Zeit erinnern, welche man eventuell mit einer negativen Zeit verbindest. Das Thema Zähne kann somit schnell zum Leidensweg werden.

Auch die Gesellschaft trägt ihren Teil dazu bei, denn im Laufe der letzten Jahre wurden Zähne zu einem immer wichtigeren Schönheitsaspekt. Viele Prominente haben sich ihre Zähne rundum erneuern lassen und schöne, weiße Zähne wurden zu einem Sinnbild für Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden. Wer hier also nicht mithalten kann, dessen Selbstbewusstsein kann schnell Schaden nehmen.

Was kann ich dagegen tun?

Wenn das tägliche Leben unter schiefen oder verfärbten Zähnen leidet, gibt es ein paar Dinge, die man tun kann. Zum einen kann man natürlich direkt beim Zahnarzt viele verschiedene Methoden und verschönernde Maßnahmen durchführen lassen. Dazu zählt auch eine Zahnspange, auch wenn dies als Erwachsener eher eine Gewöhnungssache ist.

Wenn die Zähne verfärbt sind, kann man hier teilweise auf spezielle Zahncremes zurückgreifen. Auch eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt ist sinnvoll, da so nicht nur Verfärbungen entfernt werden, sondern die Zähne auch in den Zwischenräumen gründlich gereinigt werden. Eine weitere Methode ist das Bleaching, wodurch die Zähne innerhalb weniger Stunden aufgehellt werden. Hier ist es sinnvoll, vorher Rücksprache mit seiner Krankenkasse zu halten, üblicherweise müssen solche Kosten selbst getragen werden – diese sind jedoch, je nach Technik, noch überschaubar.

Was aber können wir tun, wenn sich etwas nicht so schnell korrigieren lässt? Man kann den vermeintlichen Makel auch als einen Teil von sich akzeptieren, der einen zu etwas Besonderem macht. Es gibt etliche Berühmtheiten, wie Elton John oder Prinz Harry, die offen zu ihrer Zahnlücke stehen und diese zeigen. Das Model Georgia May Jagger, Tochter von Mick Jagger, hat ihre Zahnlücke sogar zu ihrem Markenzeichen gemacht. Das Selbstbewusstsein hängt somit nicht allein nur von den Zähnen ab.

Die Kieferorthopädie als effektives Instrument zur Prävention und Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen

Die Kieferorthopädie ist ein interdisziplinäres zahnmedizinisches Fachgebiet, das primär auf die Verhütung und Behandlung von Zahn- und Kieferfehstellungen fokussiert ist. Durch spezifische Behandlungsmaßnahmen werden zuverlässig Fehlstellungen ausgeglichen, die unbehandelt langfristig die Atem-, Kau- und Beißtätigkeit des Patienten negativ beeinflussen würden. Ein zahnmedizinisch falscher Biss stört die Funktionalität von Mund und Zähnen und kann die Entstehung unterschiedlicher Krankheitsbilder begünstigen. Als Instrumente zur Zahnregulierung dienen herausnehmbare und festsitzende kieferorthopädische Geräte. Innovative Technologien garantieren grundsätzlich ästhetische Behandlungsergebnisse.


Weiterführende Links zum Thema Kieferorthopädie Berlin


Kieferorthopädische Eingriffe werden sowohl im bleibenden Gebiss als auch im Wechsel- bzw. Milchgebiss durchgeführt. Anwendungen im Wechselgebiss werden als Frühbehandlungen klassifiziert. Kinder ab einem Alter von 4 Jahren erhalten Frühbehandlungen, sofern definierte Zahn- oder Kieferfehlstellungen diagnostiziert sind, die maßgeblich Wachstum oder Entwicklung von Zähnen, Zahnhalteapparat oder Kiefer beeinträchtigen. Neugeborene mit Lippen-Gaumen-Kieferspalte werden zeitnah einer fachübergreifenden kieferorthopädischen Behandlung unterzogen, um die Missbildung umgehend zu behandeln.

Seit Anfang der 1970er Jahre zählen kieferorthopädische Behandlungen zum Leistungskatalog der vertragszahnärztlichen Versorgung. Gesetzlich versicherte Krankenkassenmitglieder haben bei spezifischer Indikation prinzipiell ein Anrecht auf eine kieferorthopädische Therapie bzw. Versorgung zulasten der jeweiligen Krankenkasse. Seit dem Jahre 2003 erfolgt eine Einstufung des individuellen Krankheitsbildes anhand spezieller kieferorthopädischer Indikationsgruppen. Versicherte, die älter als 18 Jahre sind, besitzen keinen Anspruch auf eine derartige Kostenübernahme der kieferorthopädische Behandlung durch die GKV. Volljährige Patienten müssen die Kosten für ihre kieferorthopädische Versorgung eigenständig zahlen. Diesbezügliche Ausnahmen bilden Patienten, die schwere Kieferanomalien aufweisen, die zwingend den Bedarf nach einer kombinierten kieferchirurgischen und kieferorthopädischen Behandlung auslösen.

Zahnschienen für einwandfreie Funktionalität und Ästhetik

In der Kieferorthopädie finden unterschiedliche Typen von Zahnschienen Anwendung. So existieren Modelle zur Behandlung von CMD, Zähneknirschen und Bruxismus (Zähne knirschen und Zähne pressen). Im Idealfall erzielt die Therapie zudem eine Harmonisierung von Zähnen und Kiefergelenk. Die Kieferorthopäden fertigen sämtliche Zahnschienen auf Basis des jeweiligen individuellen Patientengebisses an. Eine umfassende Voruntersuchung des Mundraumes bildet die Grundvoraussetzung für eine optimal zugeschnittene Therapie mit einer Zahnschiene. Ergänzend wird auf dem Markt mit der nahezu unsichtbaren Methode „Aligner Invisalign®“ eine Zahnschiene angeboten, die schiefe Zähne sanft in eine harmonische Position rückt.

Zahnschienen kommen in der Kieferorthopädie in erster Line als Okklusionsschienen zum Einsatz. Die individuell angefertigten Apparaturen sollen den Kontakt zwischen den Zähnen des Ober- und Unterkiefers verhindern. Die Schienen sorgen dafür, dass die einzelnen Zähne wie Zahnräder ineinander greifen (Okklusion), anstatt sich gegenseitig zu behindern. Zähne des Unter- und Oberkiefers, die nicht zueinander passen, werden durch den funktionalen Aufbissbehelf passend. Ist die Okklusion gestört, entstehen Fehlbelastungen der Zähne, die mit fortschreitender Manifestation in ein Abschleifen der Zähne münden. Diese Entwicklung schädigt dauerhaft Zähne und Zahnhalteapparat. Zusätzlich verhindert die individuelle Schienentherapie Verspannungen der Kau- und Gesichtsmuskulatur, die die klinischen Merkmale einer „kraniomandibulären Dysfunktion“ (CMD) hervorrufen können. Eine erfolgreiche Schienentherapie heilt deshalb Sekundärbeschwerden einer CMD. Kiefergelenkbeschwerden, Migräne-Attacken, Tinnitus sowie Kopf- bzw. Gesichtsschmerzen klingen in der Folge bei den Patienten ab. Eine Okklusionsschiene muss zwingend einen passgenauen und spannungsfreien Sitz aufweisen.

Zur Behandlung von Zähneknirschen wird eine Tiefziehschiene eingesetzt. Derartige Zahnschienen haben kein therapeutisches Ziel, sondern fungieren ausschließlich als Schutz von Zähnen und Zahnfleisch.

Invisalign® ist eine Zahnschiene, die schonend Zahnfehlstellungen korrigiert. Bei ausgeprägten Fehlbissen und Kiefergelenksproblemen sind die Zahnschienen unwirksam. Wegen ihrer unauffälligen, transparenten Optik ist das Modell mit einem hohen Ästhetik-Faktor verknüpft. Da die Zahnschiene aus Kunststoff gefertigt ist, verursacht das Tragen keine Verletzungen im Mundraum und wirkt sich nicht negativ auf die Sprachfähigkeit aus. Ein hoher Tragekomfort zeichnet die Zahnschienen aus. Kieferorthopäden oder Zahnärzte, die die Modelle anbieten, erhalten von der Herstellerfirma eine spezielle Ausbildung. Dieses Vorgehen garantiert eine fachgerechte Behandlung und umfasst regelmäßige Kontrolltermine bei dem ausführenden Zahnmediziner.

Gewerbliche Anbieter werben mit gefährlichen Konzepten und deutsche Kieferorthopäden geraten unter Legitimationsdruck

Zahlreiche gewerbliche Anbieter kopieren das mittlerweile ausgelaufene Patent der ursprünglichen Herstellerfirma „Align Technology“ und bieten über Start-Ups kostengünstige Kunststoffzahnschienen ohne Arztbesuch an. Für die Herstellung der Zahnschiene sendet der Patient dem Unternehmen Fotos seiner Zähne, einen Fragebogen und einen Zahnabruck zu, den er eigenständig zu Hause anfertigt. Der 3D-Abdruck wird im Nachgang simuliert und der Verbraucher erhält nach der Produktion seine Zahnschiene. Termine bei kooperierenden Zahnmedizinern umfasst das Konzept nicht. Das in Berlin ansässige Unternehmen „SunshineSmile“ wirbt mit einem derartigen Geschäftsmodell. In Berlin unterhält das Start-Up eine Zahnarztpraxis, die Patienten zur Behandlung aufsuchen können. Für Kunden, die außerhalb von Berlin leben, existiert dieses Angebot nicht.

Zahnmediziner warnen eindringlich davor derartige Konzepte in Anspruch zu nehmen, da sie ein hohes Risiko für die individuelle Zahn- und Mundgesundheit darstellen. Laut Aussagen der Bundeszahnärztekammer birgt das Geschäftsmodell ein signifikantes Risiko für Behandlungsfehler, die zu schwerwiegenden Entzündungen des Zahnhalteapparates und zu Zahnverlust führen können.

Laut Experten gerät die deutsche Kieferorthopädie derzeit massiv unter Legitimationsdruck. Zahlreiche Forschungsergebnisse stellen die Präventionshypothesen der Kieferorthopädie in Frage. So belegen Untersuchungen nicht ausreichend die wissenschaftliche Evidenz der Theorien. Einzelne Behandlungsmethoden stehen im direkten Widerspruch zu internationalen Standards. Gleiches gilt für die verhältnismäßige lange Behandlungsdauer. Insider werfen Zahnmedizinern die überdurchschnittliche Durchführung wissenschaftlich umstrittener Frühbehandlungen vor. Zusätzlich bieten die Kieferorthopäden außervertragliche Zusatzleistungen an, die mit keinem zahnmedizinischen Nutzen verbunden sind. Profitgier treibe die Kieferorthopäden zu diesem Vorgehen, so Branchenkenner.

Kieferorthopädie in Berlin

Berlin besitzt mit aktuell 3500 praktizierenden Zahnmedizinern eine überdurchschnittlich dichte zahnärztliche Versorgung. Im Stadtgebiet existieren rund 26000 Zahnarztpraxen, die die gesetzlich Versicherten Berliner mitsamt ihren mitversicherten Familienmitgliedern betreuen und behandeln. Der zahnärztliche Bedarfsplan belegt eine einhundertprozentige Versorgung der Bevölkerung. Laut Statistiken entfallen auf einen Zahnarzt 1280 Einwohner. Der kieferorthopädische Bedarfsplan dokumentiert ebenfalls eine Vollversorgung der Berliner Einwohner. 240 Praxen mit Schwerpunkt der Kieferorthopädie sind in der Bundeshauptstadt registriert. Pro zugelassenen Kieferorthopäden gibt es im Stadtgebiet 4000 Einwohner. Im Schnitt bearbeiten die Berliner Zahnmediziner etwa 3,7 Millionen Behandlungsfälle pro Jahr.

Das kieferorthopädische Angebot in Berlin ist aufgrund dessen als hochkonzentriert einzustufen.

Ästhetische Zahnheilkunde: Luxus – Zähne

Meine Tochter ist im letzten Monat 30 Jahre geworden und hat sich zu ihrem Geburtstag eine Invisalign-Therapie gewünscht. Das ist eine kieferorthopädische Behandlungsmethode mit durchsichtigen, herausnehmbaren Polyurethanschienen als Zahnspange. Es ist ein sonderbarer Geburtstagswunsch, aber mein Mann und ich wollten ihr diesen besonderen Wunsch erfüllen. Sie hat sich immer sehr unwohl mit ihren Zähnen gefühlt. Sie hat einen leichten Überbiss, und vermeidet deswegen das Lächeln, was mein Mann und Ich sehr schade finden. Bislang schlägt die Behandlungsmethode sehr gut bei ihr an. Neulich habe ich sie gefragt, weswegen sie so viel Wert auf das Aussehen ihrer Zähne legt und sie meinte, Zähne sind ein Luxus und verleihen einem Menschen Souveränität. Das hat mich nachdenklich gemacht. Vor einigen Jahren wurde bei meiner Zahnbehandlung, einer meiner Zahnnerven am Backenzahn sehr stark beschädigt. Der behandelnde Arzt hat mir zu der Zeit Zahnkronen aus Gold und Platin als Lösung angeboten. Zum Glück, so sehe ich es heute, hat sich mein Backenzahnproblem noch etwas hingezogen. Erst vor kurzem hat meine Zahnärztin beschlossen, dass es ohne Krone nicht mehr geht. Mein Zahn ist zu mürbe geworden und Füllungen halten nicht mehr. Ich sage zum Glück, weil es heute viel ästhetischere Methoden gibt das Gebiss zu reparieren. Tolle Zähne sind nämlich nach wie vor ein Indikator für ein gepflegtes Selbstbild, habe ich durch meine Tochter gelernt.

High-Tech: Porzellan

Beispielsweise ist Porzellan heutzutage das Non Plus-Ultra der ästhetischen Zahnheilkunde. Dies liegt an seinem neuen Werkstoff, Zirkoniumdioxid. Zirkoniumdioxid sieht echten Zähnen zum Verwechseln ähnlich und ist genauso bissfest, wie eine Gold-Legierung. Die Vollkeramik-Kronen bestehen komplett aus Porzellan und sie schaden der Gesundheit nicht, anders als einige Metall-Legierungen. Sie können auch keine Allergien auslösen und sind bestens für Allergiker geeignet. Ich habe mich sehr über diese Nachricht gefreut. Unter anderem wird der Zahntechniker die Krone meinen Zähnen in Farbe, Lichtdurchlässigkeit und Härte anpassen. Das Material der Porzellankrone hat andere Eigenschaften als Metall. Es ist beispielsweise leichter und empfänglicher für Temperaturreize. Besonders günstig ist meine Krone nicht, ich habe dafür knapp 500 Euro gezahlt. In der Regel kostet sie zwischen 400 und 600 Euro. Im Vergleich zu einer Goldkrone, die im Schnitt 250 Euro kostet. Krankenkassen leisten eine Zuzahlung von ungefähr 200 Euro, egal für welche Krone. Und die Lebensdauer der Vollkeramik-Krone liegt bei einer guten Pflege bei 30 Jahren. Die Lebensdauer bei der Goldkrone hält bis zu 25 Jahre.

Strahlend weiße Zähne

Nachdem meine Tochter und ich uns um die medizinischen Komponenten unseres Gebisses gekümmert haben, möchten wir uns nun gemeinsam die Zähne aufhellen lassen. Mein Mann meint, wir leiden unter diesen gesellschaftlichen Optimierungswahn. Heute gibt es viel sanftere Methoden seine Zähne aufzuhellen, wie Zahnpasten mit Aktiv-Kohle oder eine zwei-Phasen-Technologie, die auf Oxidation setzt und die Zähne bis zu vier Nuancen aufhellt. Ich habe bisher nur positive Erfahrungen mit der Aktiv-Kohle Zahnpaste sammeln können. Meine Zähne sind wirklich heller geworden. Was ich mir jetzt nun von meinem Mann zum Geburtstag wünsche, ist ein Lifting fürs Zahnfleisch.

Mini-Lifting fürs Zahnfleisch

Bei dem Lifting wird Hyaluronsäure direkt ins Zahnfleisch gespritzt, das sorgt für einen Wiederaufbau des Zahnfleisches. Perfekt für Menschen mit großen Zahnzwischenräumen und freistehenden Zahnhälsen. Mit dieser heilfördernden Methode lassen sich sogar zurückgebildete Interdentalpapillen (damit ist das Zahnfleisch zwischen den Zähnen gemeint) auf schonende Weise wieder aufbauen. Leider kostet so eine Behandlung ungefähr 400 Euro.