Donald Trump‘s Narzissmus

Donald Trump, seit Beginn des Jahres einer der einflussreichsten Menschen der USA und gleichzeitig wohl auch einer der bekanntesten Präsidenten der Welt. Viele seiner Entscheidungen werden argwöhnisch begutachtet, das meiste von dem was er sagt und tut wird von vorneherein als Blödsinn abgestempelt. Zahlreiche Journalisten und Autoren schreiben Biografien und Analysen über den Charakter und die Gedankenwelt des Multimillionärs. Er zeigt die klassischen Züge eines Narzissten.

Ist er tatsächlich einer?

Amerika leidet unter dem neuen Amtsträger. Keiner wurde bisher so von den Medien zerrissen und bloßgestellt. Dabei könnte er einem doch eigentlich leidtun, wenn man bedenkt, dass er unter einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet und eigentlich gar nichts für sein Wesen kann. Doch viele Menschenleben sind von seinen Entscheidungen betroffen, man kann nicht einfach außer Acht lassen, dass er auf seiner Suche nach Selbsterfüllung die Leben einiger Millionen US-Amerikaner verschlechtert.

Der von Psychologe George Simon erstmals angeführte Versuch, Trump zu charakterisieren könnte heute so eins zu eins übernommen werden. Er beschreibt Trumps Wesen. Er gäbe kein anderes Ich, hinter der ganzen Fassade stecke bloß eine leere Hülle. Trump ist so weit von der armen weißen Unterschicht entfernt, wie man nur sein könne. Aber auch die Oberschicht kann sich nicht wirklich mit dem Machthaber identifizieren. Sein Auftreten in der Öffentlichkeit macht es den Menschen schwer, Sympathiepunkte für ihn aufzubringen.

Wen überzeugt Donald Trump mit seinen Aussagen?

Auch bei der Mittelschicht kann er nicht überzeugen. Die steigende Angst der Amerikaner, vor dem Nichts zu stehen obwohl man alle richtigen Schritte in Erwägung gezogen hat, breitet sich wie ein Lauffeuer immer weiter aus. Da helfen auch die halbgaren „Wir machen das schon irgendwie, einer meiner Pläne funktioniert schon“-Attitüden nicht weiter. Keiner ist so richtig von der Fähigkeit des Mannes überzeugt, aus Amerika wieder das großartige Land zu machen, welches es eigentlich nie wirklich war.

Das Problem welches sich heute aus seiner Persönlichkeitsstörung ergibt, hat ihn aber gerade erst zum Amtsinhaber gemacht. Wie erfrischend es war, einem Anwärter zu lauschen der sich traut Dinge auszusprechen und gleichzeitig die Talkshowaffinität der Amerikaner bedient. Lieber einen Kandidaten wählen, mit dem man ein Bier trinken gehen kann, ob der dann auch sein Amt wirklich beherrscht ist zweitrangig. Jetzt steht die große Nation vor dem Problem, wie sie richtig mit Trump und seinen Machtspielchen umgehen soll. Eins ist klar, der nächste Trump kommt und der Aufschrei folgt dann erst wieder nachdem er sein Amt angetreten hat.