Unterschiede zwischen weiblichem und männlichem Narzissmus

Der griechische Mythos von Narziss, dem Sohn des Flussgottes Kephissos und der Leiriope, erzählt die Geschichte eines Mannes, der von seiner Optik so fasziniert war und auch seine Umgebung dementsprechend faszinierte. Sein Leben endete tragisch.

Im Gegensatz zur griechischen Mythologie, gibt es in die hier und jetzt nicht nur männlichen Narzissmus. Sie unterscheiden sich in vielen Punkten von selbstverliebten, narzisstischen Frauen. Meist unterscheiden sich die Eigenschaften nicht nur, sie sind grundsätzlich komplett unterschiedlich.

Unterschiedliche Ausprägungen des Narzissmus

Männer tendieren dazu, sich selbst in die Höhe zu heben, auf einen Podest zu stellen und ihre Taten anzupreisen. Weiblicher Narzissmus hingegen äußert sich hier ganz anders. Er liegt in Depressionen und Minderwertigkeitskomplexen begründet. Frauen neigen eher dazu aus einer dunklen Phase heraus narzisstische Tendenzen zu entwickeln. Dies zeigt sich auch in der Selbstdarstellung im Vergleich zwischen Mann und Frau. Männer werten sich auf und versuchen, keine Möglichkeiten zum Angriff zu bieten. Frauen hingegen machen sich häufig klein und drängen sich dabei selbst in die Opferrolle. Sie versuchen dann Anerkennung zu erlangen, indem sie sich selbst aufgeben und anpassen, damit sie gemocht und akzeptiert werden. Männer hingegen beziehen hier alles auf sich und wollen Anerkennung für das was sie sind oder tun. Sie handeln nicht für andere, sondern für sich und erhoffen sich dadurch Aufmerksamkeit.

Dabei zeigt sich auch, dass Frauen sich an die Beziehungen klammern und versuchen, die negativen Gefühle ihres Partners zu absorbieren. Sie in sich aufzunehmen, um dem anderen Leid zu ersparen. Ganz im Gegensatz dazu handeln Männer komplett komplementär. Sie neigen nicht dazu sich in einer Beziehung halt zu suchen, sie distanzieren sich eher und werten ihren Partner ab. Trotzdem suchen sie Anerkennung und Aufmerksamkeit beim Partner, auch wenn sie diesen selbst nicht benötigen.

Eine Beziehung zwischen zwei Narzissten ist schwer

Eine Beziehung zwischen zwei Narzissten kann daher für die weibliche Person sehr anstrengend und kräftezehrend sein. Sie gibt sich auf, lebt für ihren Partner, unterstützt und betet an, stellt ihn auf ein Podest und hilft immer wieder zu neuen Höchstleistungen. Er zerrt an ihr, verlangt viel, braucht Aufmerksamkeit und will bemuttert werden, braucht aber auch seinen Freiraum zur Entfaltung. Prallen diese Charaktere aneinander wird sie versuchen ihn zu besänftigen und trotz allem für ihn da zu sein. Er akzeptiert ihr Verhalten und zwingt sie so zur Selbstaufgabe.

Anstatt das Problem beim Partner zu suchen, wird sie sein negatives Verhalten auf sich selbst projizieren und sich dabei noch schlechter und trotz ihrer kraftgebenden Natur nutzlos fühlen. Er nutzt ihre Situation nicht absichtlich aus, es liegt einfach in seiner Natur oder in der Natur seiner Charakterstörung so zu sein. Männliche Narzissten sind genauso, wie sie die Definition des Narzissmus beschreiben würde. Selbstverliebt, autoritär und vom Drang nach Aufmerksamkeit und Anerkennung bestimmt. Wohingegen der weibliche Narzisst zur Selbstaufgabe verdammt ist.